Regionaler Schwerpunkt ·

Fünf Sagen
aus Unterfranken

Würzburg, Lohr, Bad Kissingen, Miltenberg, Aschaffenburg — fünf Orte, fünf Überlieferungen aus dem Herzen Unterfrankens.

5 Einträge · Region Unterfranken
Geistererscheinung

Der Flüsterer vom Käppele

Würzburg, Unterfranken

Auf dem steilen Pilgerweg hinauf zur Wallfahrtskirche Käppele soll sich in der Stunde vor dem Morgengrauen eine Gestalt zeigen, die lautlos neben den Aufsteigenden hergeht — bis zur letzten Stufe, wo sie innehält und nicht weitergeht.

Sagenwesen

Das Mühlenkind von Lohr

Lohr am Main, Spessart

In den Gewässern um Lohr am Main soll seit Jahrhunderten ein kindliches Wesen hausen, das in den Abendstunden am Mühlenwehr sitzt und die Beine ins Wasser hängen lässt — stumm, reglos, mit Augen von der Farbe des winterlichen Mains.

Fluch

Der Salzfluch von Bad Kissingen

Bad Kissingen, Unterfranken

Wer in der Nacht des Johannisfestes an der alten Saline vorübergeht und stehen bleibt, der soll seit alters her einen Salzgeschmack auf den Lippen spüren, der tagelang nicht vergeht — und mit ihm eine Unruhe, die keine Ursache findet.

Lokale Sage

Die Steinerne Frau im Miltenberger Stadtwald

Miltenberg, Unterfranken

Tief im Stadtwald oberhalb von Miltenberg steht ein moosbedeckter Felsblock, dem seit dem Mittelalter nachgesagt wird, er sei einmal eine Frau gewesen — und dass er an bestimmten Abenden des Jahres die Augen bewegt.

Geistererscheinung

Der Reiter ohne Schatten auf der Alten Mainbrücke

Aschaffenburg, Unterfranken

In Aschaffenburg berichten Frühaufsteher und Nachtschwärmer seit dem Dreißigjährigen Krieg von einem Reiter, der in der Dämmerung über das Kopfsteinpflaster des alten Brückenbereichs reitet — lautlos, und ohne Schatten zu werfen.

„Das Unheimliche braucht keine laute Stimme. Es genügt, wenn man es ahnt."

— Schattenpfade Archiv · Unterfranken